Beglaubigung der Energieerzeugungsanlage / Herkunftsnachweise

Herkunftsnachweise  

Herkunftsnachweise garantieren dem Verbraucher, dass eine Strommenge von einem bestimmten Energieträger produziert wurde. Bevor jedoch Herkunftsnachweise für eine Produktionsanlage ausgestellt werden können, muss die Anlage im Herkunftsnachweissystem erfasst sein. Dies geschieht durch das Einreichen der beglaubigten Anlagedaten an Swissgrid.
Eine kurze Zusammenfassung zu den Herkunftsnachweisen finden Sie auch in den Factsheets von swissgrid.

Was sind Herkunftsnachweise?

Herkunftsnachweise geben Auskunft über:
  • die produzierte Elektrizitätsmenge in kWh
  • die Energieträger, die zur Produktion der Elektrizität eingesetzt wurden
  • den Zeitraum und den Ort der Produktion
  • die Identifikationsdaten der Produktionsanlage
  • die technischen Daten der Produktionsanlage (Leistung, Art usw..)

Weg des Herkunftsnachweises

Die Abbildung stellt den physischen Weg des Stroms (unten) und den virtuellen Weg des Herkunftsnachweises (oben) dar. Der Herkunftsnachweis gelangt mittels Schweizer Herkunftsnachweissystem nach Erfassung beim Produzenten über den Händler und Strom-lieferanten letztendlich zum Endkunden.

Beglaubigung der Anlagedaten

Von Swissgrid werden nur beglaubigte Anlagedaten im Herkunftsnachweissystem erfasst. Die Beglaubigung der Anlagedaten muss folgendermassen geschehen:
  1. Für Anlagen mit einer Anschlussleistung von weniger als 30 kVA reicht eine Beglaubigung durch den Netzbetreiber (Betreiber der Messstelle). Der Netzbetreiber muss jedoch vom Produzenten rechtlich entflochten sein.
  2. Für Anlagen mit einer Anschlussleistung von 30 kVA und höher muss die Beglaubigung durch einen akkreditierten Auditor erfolgen.

Erfassung von Herkunftsnachweisen

Die Erfassung von Herkunftsnachweisen entspricht der Lieferung/Erfassung der Produktionsdaten einer Produktionsanlage. Die Produktionsanlage muss mit einem separaten, geeichten Zähler ausgerüstet sein (siehe Metering Code CH, Abb. 5).
Grundsätzlich sind drei Verfahren zulässig:
  1. über ein automatisiertes Verfahren direkt von der Messstelle aus
  2. durch den Netzbetreiber (Betreiber der Messstelle), wenn dieser nicht mit dem Produzenten rechtlich verbunden ist
  3. durch den Auditor (akkreditierte Konformitätsbewertungsstelle)

Weitergabe von Herkunftsnachweisen

Herkunftsnachweise können gehandelt werden. Weitergegebene Herkunftsnachweise stehen dem Marktakteur nicht mehr zur Verfügung. Eine Doppelzählung wird damit verhindert.

Zweck der Herkunftsnachweise

Herkunftsnachweise können beispielsweise für folgende Zwecke eingesetzt werden:
  • für die Stromkennzeichnung
  • für Naturstromprodukte
  • für den Handel mit Herkunftsnachweisen
  • für den Nachweis eines ökologischen Mehrwerts beim Export von Strom ins Ausland

Zusatzqualität «nature made basic/star» und «TÜV SÜD Erzeugung erneuerbare Energie»

Qualitätsmerkmale mit einem ökologischen Mehrwert wie «naturemade basic/star» oder «TÜV SÜD Erzeugung EE» können zusätzlich auf den Herkunftsnachweis geladen werden. Dazu ist bei der Beglaubigung der Anlage ein zusätzliches Formular vom Auditor zu bestätigen und das Zertifikat zuzusenden. Nähere Informationen zu den Labels finden Sie unter www.naturemade.ch und www.tuev-sued.de.

Diese Informationen sind ein Auszug aus der Homepage von swissgrid. Weitere Informationen erhalten Sie direkt unter www.swissgrid.ch. Für den Inhalt ist einzig swissgrid verantwortlich.

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Icon 141201_beglaubigung_photovoltaik.pdf (590.2 KB)

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